Mr. Wunder und das Baden im Mietshaus

»die etwas andere Abendroutine«

Was für ein Tag!
Nicht acht Stunden im Büro. Nicht neun. Nein – zehn. Und als Krönung dieses Arbeitstages die Heimfahrt im Zug. Offenbar hatten heute alle beschlossen, genau diesen Zug zu nehmen. War da eine geheime Absprache, von der ich nichts wusste?

Egal. Zuhause angekommen gab es für mich nur einen Gedanken: Badewasser einlassen und runterfahren. Also Wasserhahn auf, Temperatur prüfen – passt … oder auch nicht, denn es klingelt an der Tür.

Also wieder rein in die Muffen und nachsehen, wer mich jetzt noch braucht. Ah – Lea, meine liebe Nachbarin von unten.

„Du glaubst nicht, was mir passiert ist!“, sagt sie völlig außer Atem.
„Ich wollte nur schnell die Zeitung holen – zack, Windstoß – Tür zu. Schlüssel drin. “
„Kannst du mich kurz zur Wohnung meiner Mutter fahren? Ich brauche den Zweitschlüssel.“

Klar konnte ich. Lea kann ich doch nichts abschlagen! Also ab ins Elektroauto, Zweitschlüssel beim Mama geholt, zurückgefahren. Alles easy.

Bis wir vor ihrer Tür stehen. Lea schaut irritiert nach unten. „Ähm … warum läuft Wasser unter meiner Tür raus?“ Sie schließt auf – platsch. Wohnzimmer und Flur stehen unter Wasser. Und in dem Moment trifft es mich wie ein Schlag: Oh. Nein.

Noch während ich die Treppe hochrenne, schießen mir Fragen in den Kopf: Wir waren doch nur eine halbe Stunde weg. Habe ich echt vergessen, das Wasser abzudrehen? Warum ist das Wasser nicht durch den Überlauf …?

Meine Wohnungstüre auf. Platsch, platsch. Alles unter Wasser. Die Badewanne randvoll. Und der Schwamm hat den Überlauf perfekt blockiert. Natürlich. Genau heute.

Also kein entspanntes Bad – sondern der Notruf beim Fachbetrieb für Technische Trocknung. Zum Glück kamen sie schnell, saugten das Wasser weg und erklärten, welche Schritte nun folgen: Haftpflicht melden. Hausrat den Schaden melden. Hausverwaltung informieren. Denn: Leas Hausrat war beschädigt und die Austrocknung betrifft das Gebäude.

Am nächsten Tag telefonierte ich mit Greensurance®, die mich erst einmal beruhigten.
Der Schaden an Leas Wohnung? Versichert.
Der Mietsachschaden am Gebäude? Versichert.
Der Schaden an Leas Hausrat? Ebenfalls versichert.
Der Regress? Ja, der geht zu 100 % an mich – aber meine Haftpflicht übernimmt das.

Und dann kam der Teil, der Lea sofort gefiel:
Sie kann Mehrleistungen für nachhaltigen Schadenersatz nutzen.

Ihre Hausratversicherung ersetzt den Neuwert – meine Haftpflicht den Zeitwert – und die Mehrkosten für nachhaltige Wiederbeschaffung werden anteilig von meiner grünen Haftpflicht-Versicherung übernommen. Voraussetzung: Siegel wie PEFC, EU Ecolabel („Blauer Engel“) oder natureplus®.

Gesagt, getan.
Weil Lea und ich Nachhaltigkeit wichtig finden fiel ihre Wahl wie folgt aus:

  • eine natureplus®-Couch,
  • einen PEFC-Holztisch aus europäischer Fichte,
  • OEKO-TEX®-Kissen als Ersatz für die zerstörten Textilien.

Die Hausratversicherung zahlte zum Neuwert, aber nur nach gleicher Art und Güte, meine grüne Haftpflicht, die ich über Greensurance® abgeschlossen hatte, übernahm die nachhaltigen Mehrkosten, und die vollständigen Regresskosten der Hausrat- und Gebäudeversicherungen. Ich kam tatsächlich mit einem blauen Auge davon – bei einem Gesamtschaden von über 25.000 Euro. Wegen einer halben Stunde „Wasser laufen lassen“.

Zum Schluss erzählte mir Greensurance®, dass der Versicherer den Schaden sogar klimafreundlich durch Moorrenaturierung stellt. Wunderbar – und Danke!

Und meine Lehre aus diesem Abend?

Weniger arbeiten. Und baden nur noch ohne Schwamm. 😉

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